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Presseberichte

Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal: Nachruf Bildhauer Karl Hornung 1911 - 2005

Der am 24. November 1911 geborene fränkische Bildhauer Karl Hornung genoss eine solide Ausbildung, zunächst in der Werkstatt des Vaters, dann in dem an Bildwerken so reichen Würzburg und schließlich noch eine Akademieausbildung am Städel in Frankfurt am Main. Auch für ihn wurde der Kriegsdienst, der sein künstlerisches Schaffen unterbrach, zu einem entscheidenden Erlebnis. In sowjetischer Gefangenschaft, die seinen tief verwurzelten christlichen Glauben verstärkte, wurde er als Bildhauer an den Denkmalen der Sieger eingesetzt. Und so wurde nach seiner späten Rückkehr aus der Gefangenschaft 1949 das Bemühen um einen neuen Sinngehalt der Kriegsopfermale im eigenen Land, wie sie die AFD aufzeigte, ein besonderes Anliegen. Ebenso bemühte er sich um den Friedhof "als Stätte der Verkündigung", an denen die Grabmale wesentlichen Anteil haben sollten, wobei er die Gesamtgestaltung des Friedhofs nie außer acht ließ. Die von ihm geschaffenen Kriegsopfermale, bei denen ihm die Versöhnung über den Gräbern ein besonderes Anliegen war, und seine Grabmale hatten zumeist einen tiefen Glaubensbezug. Für seine Verdienste um die Friedhofskultur verlieh ihm der Vorstand der AFD zur Vollendung seines 65. Lebensjahrs am 24. November 1976 die Waldo-Wenzel-Plakette.

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